Das Projekt E-Mob EE

Das Projekt Innovativer Klimaschutz in Privat­haushalten: Ausgleich des zusätzlichen Strombedarfs der E-Mobilität durch Ausbau Erneuerbarer Energien und Energieeffizienz (E-Mob EE) wird im Rahmen der Fördermaßnahme „Innovative Klimaschutzprojekte“ der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.
E-Mob EE begann im Juni 2021 und endet im Mai 2024.

Das Projekt wird in fünf inhaltlichen Arbeitspaketen bearbeitet:

Arbeitspaket 1: Konzepterstellung, Vernetzung und Vorbereitung der Pilotphase (06/2021 – 01/2022)

Dieses Arbeitspaket beinhaltet die Konzepterstellung sowie alle Aufgaben zur Vorbereitung der Beratungen der Haushalte.

  • Ansprache und Gewinnung von Akteuren zur Mitwirkung am Projekt (Autohändler, Multiplikator*innen, Teilnehmer*innen für den Projektbeirat).
  • Erstellung von Informationsmaterialien
  • Entwicklung und Beschreibung des Beratungskonzepts zu PV-Installationen, Stromeinsparmaßnahmen und PV-Beteiligungsmöglichkeiten.
  • Zusammenstellung von Informationen zu vorhandenen Förderprogrammen (z.B. zur finanziellen Förderung bei Installationen von Photovoltaikanlagen oder beim Kauf effizienter Haushaltsgeräte), die in die Beratung der Haushalte einfließen sollen.

 

Der Monitoring-Ansatz zur Erfassung der Klimaschutzwirkungen bzw. des Erfolgs wird in diesem Arbeitspaket vorbereitet, um für das Monitoring relevante Parameter bereits bei der Beratung der Haushalte mit zu erfassen. Schließlich erfolgt in diesem Arbeitspaket die Ausschreibung und Vergabe der Beratungsleistungen für 50 Intensivberatungen an einen oder mehrere externe Energieberatungsorganisationen.

Arbeitspaket 2: Durchführung und Monitoring der Beratungen von Haushalten in der Pilotphase (02/2022 – 07/2023)

Dieses Arbeitspaket beinhaltet die zentralen Tätigkeiten des Projektes: die Durchführung und das Monitoring der Beratungen von Haushalten in der Pilotphase. In einem ersten Schritt erfolgt eine multimediale Vorabinformation, um insgesamt 200 potenzielle Käuferinnen und Käufer von Elektrofahrzeugen zur Teilnahme am Projekt zu gewinnen. Dies geschieht im Wesentlichen über direkte Kundenansprache in den teilnehmenden Autohäusern, aber auch über Direktaufrufe zur Beteiligung durch Kommunikationsmaßnahmen des Öko-Instituts und von Multiplikator*innen.

Insgesamt 200 interessierte Haushalte erhalten eine telefonische Initialberatung durch das Büro Ö-quadrat. Relevante Daten (Stromeinsparpotenziale, Interesse und Möglichkeiten zur Installation einer PV-Anlage und/oder Interesse an PV-Beteiligungen) werden erfasst, um daraus insgesamt 70 Haushalte zu identifizieren, die geeignete Voraussetzungen für die Durchführung von Intensivberatungen bieten.

Das Büro Ö-quadrat übernimmt 20 Intensivberatungen (5 zum Thema PV-Installation, 5 zum Thema Stromsparen und 10 zu den PV-Beteiligungsmöglichkeiten); diese werden teilweise als Pre-Test durchgeführt, um bei Bedarf Nachjustierungen am Beratungs- und Monitoringkonzept vorzunehmen. Eine oder bei Bedarf mehrere per Werkvertrag beauftragte externe Energieberatungsorganisationen übernehmen die verbleibenden 50 Intensivberatungen (35 Beratungen zu PV-Installation, 15 Stromsparberatungen).

Die Ergebnisse der Beratungen werden für die weitere Auswertung jeweils in systematisierten (anonymisierten) Beratungs- und Ergebnisprotokollen zusammengefasst.

Arbeitspaket 3: Auswertung und Evaluierung der Pilotphase (Juli – Dezember 2023)

Arbeitspaket 3 umfasst die Auswertung und Evaluierung der Beratungen.

Dies beinhaltet zum einen die Bewertung der direkten erzielten Klimaschutzwirkungen in den beratenen Haushalten. Darüber hinaus erfolgt nach Abschluss aller Beratungen eine qualitative Befragung über leitfadengestützte telefonische bzw. Video-Interviews der beteiligten Haushalte, aber auch der mitwirkenden Autohäuser und Energieberater bezüglich der Akzeptanz, Umsetzbarkeit und Hemmnisse, aber auch der mittelfristigen Klimaschutzwirkung des Ansatzes (z.B. nachträglich umgesetzte Stromsparmaßnahmen; Änderungen bei der Jahresfahrleistung; Installation von PV nach Ablauf der Beratungen o.ä.).

Die Befragung der beteiligten Autohäuser und Energieberater dient dazu Erkenntnisse zu gewinnen, ob der Ansatz grundsätzlich dafür geeignet ist auf die Bundesebene und andere Akteure ausgeweitet zu werden.

Arbeitspaket 4: Ableitung von Schlussfolgerungen und Empfehlungen (Dezember 2023 – April 2024)

In Arbeitspaket 4 werden auf Basis der vorherigen Arbeitspakete Schlussfolgerungen und Empfehlungen abgeleitet. Dies betrifft zum einen das Beratungs- und Monitoringkonzept, das anhand der Evaluierung der Praxiserfahrungen bei Bedarf nachjustiert und finalisiert wird. Das Konzept soll nach Abschluss des Projektes weiteren interessierten Akteuren (Autohändlern, Energieberatern, Kommunen) zur eigenen Anwendung zur Verfügung stehen.

Das Pilotvorhaben im Rahmen des Projektes wird in Baden-Württemberg durchgeführt mit Fokus auf die Ballungszentren Freiburg und Stuttgart. Unter Einbezug der Mitglieder des Begleitkreises werden in diesem Arbeitspaket Ideen für ein bundesweites Hochskalieren des Ansatzes entwickelt (relevante Akteure, Fokusregionen, Zielgruppenhaushalte, Vernetzungsansätze etc.).

Abschließend werden anhand der Erfahrungen aus dem Pilotprojekt Empfehlungen zusammengestellt. Diese können sich zum Beispiel an die direkten Adressaten eines solchen Ansatzes richten (Autohändler, Haushalte, Energieberater), aber auch an die Politik auf kommunaler, regionaler und bundesweiter Ebene (z.B. Verbraucherinformationen zur integrierten Betrachtung von Elektromobilität, erneuerbare Energien und Stromsparen oder die Entwicklung kombinierter Förderprogramme).

Arbeitspaket 5: Kommunikation & Dissemination (Juni 2021 – Mai 2024)

Dieses Arbeitspaket dient zur Bekanntmachung und laufenden Kommunikation des Projektes: zu Beginn mit dem Hauptziel, interessierte Akteure zur Mitwirkung zu gewinnen, d.h. im Wesentlichen Käuferinnen und Käufer von Elektrofahrzeugen, Autohändler und Multiplikator*innen.

Gegen Ende des Projektes erfolgt eine Dissemination der erzielten Ergebnisse in die Fachöffentlichkeit und allgemeine Öffentlichkeit (Vortrag auf Konferenzen sowie Organisation einer Abschlusskonferenz im Rahmen des Projektes E-Mob EE). 

Schließlich soll mittels Webinar für Multiplikator*innen (z.B. Autohäuser, Energieberater und Kommunen) die Übertragbarkeit des Ansatzes auf weitere Regionen und Akteure vermittelt werden.